Pressestimmen

Märchenhaftes Fest für alle Sinne

VON JOACHIM RÖHRIG, 07.03.05, 10:28h

Die neue Show der renommierten Tanzschule Anjuli ist ein echter Leckerbissen für Liebhaber des orientalischen Tanzes.

Kerpen-Horrem - Das Warten hat sich gelohnt: Zwei Jahre nach der in Fachkreisen hoch gelobten „Labyrinth“-Inszenierung steht das Anjuli-Ensemble derzeit wieder auf der Bühne und sorgt mit seinem Tanztheater „Es steht in den Sternen“ erneut für Begeisterung.

Dass bei den Anjuli-Aufführungen stets etwas Besonderes geboten wird, hat sich herumgesprochen: Die Aula des Horremer Schulzentrums war bei den ersten sechs Vorstellungen restlos ausverkauft, und auch die im April noch folgenden sechs Abende sind zum Teil bereits ausgebucht (Ticket-Infos unter 02273 / 5 57 51).

Labyrinth Das Sindorfer Anjulis Tanztheater überzeugte nicht nur mit anspruchsvollen Choreografien, sondern legt auch bei Kostümen und Bühnenbild hohe Maßstäbe an.

Tanz aus dem Orient

Anjuli ist der Künstlerinnenname von Roswitha Sieger, die in ihrer Sindorfer Schule seit zehn Jahren Tanz aus dem Orient und anderen Kulturkreisen lehrt und zudem immer wieder mit aufwändigen Bühnenshows für Furore sorgt. Auch „Es steht in den Sternen“ bietet viel mehr als eine Aneinanderreihung von Ausschnitten aus dem Unterrichtsprogramm. Fast 60 Tänzerinnen aus fünf Anjuli-Gruppen sowie ein Dutzend Schauspieler und Instrumentalisten verknüpfen Tanz, Theater und Musik zu einem märchenhaften Fest für die Sinne, dessen betörende Wirkung durch die wunderschönen Kostüme der Darsteller und das aufwändige Bühnenbild noch verstärkt wird.

Die Rahmenhandlung bildet eine heitere Palastgeschichte im Stil von 1001 Nacht: Der weise Astronom Omar El Barim muss mit Hilfe der Sterne und eines Wissenstests herausfinden, welcher der beiden Söhne des gestorbenen Königs Aslan der richtige Nachfolger ist.

Dabei werden die Zuschauer nicht nur in den Orient, sondern in alle Welt entführt. Afrikanische Schamanentänze, ein getanzter „Südsee-Cocktail“ und chinesische Fächertänze gehören ebenso zum Anjuli-Repertoire wie klassische und moderne Orienttänze. Das Musikspektrum reicht von traditioneller Folklore über modernen arabischen Pop bis hin zu improvisierten Trommelklängen. Die absoluten Glanzlichter der Show sind die Solo-Tänze von Anjuli, die sich immer wieder als Meisterin ihres Fachs erweist.

Kölner Stadtanzeiger 07.03.2005

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